In der letzten Zeit merke ich mehr als je zuvor, wie sehr unser Wohlbefinden von unseren Gedanken abhängt.
Ganz zu Anfang, ging es mir, wie es wohl den meisten Menschen geht, ich unterschied gar nicht zwischen mir und meinen Gedanken. Das war für mich dasselbe. Ich war das was ich dachte. Ich habe mich auch nie gefragt, ob es "meine" Gedanken" sind, wo sie herkommen. Sie gehörten selbstverständlich zu mir.
Nun hinterfrage ich schon eine Weile meine Gedanken und stelle immer öfter fest, ohne Gedanken geht es mir gut, dann kommt ein Gedanken, ich hänge an ihm und ich bin in einer anderen Welt.
Nun ist mir auch klar, warum Katie öfter mal fragt, "und ohne das was du denkst, Liebling, bist du okay?! Dieses Innerhalten und ganz schnelle überprüfen, wenn ich jetzt nicht denken würde, woran ich denke, wenn ich das alles wegtun würde, bin ich in Ordnung? Mit dieser Überprüfung, tauche ich plötzlich in der Realität auf, ich sehe den Raum um mich herum, nehme den Körper wahr, wie er sitzt, steht, sich bewegt, ich höre die Außengeräusche, jetzt -hier- in diesem Moment, ist es (meiner Erfahrung nach) immer okay, oder richtig gut. Alles in Ordnung. Und wenn ich darüber nachdenke, ist das immer schon so gewesen. In dem jeweiligen Moment war es immer in Ordnung.Auch auf dem Zahnarztstuhl und auch als meine Mutter starb.
Könnte es wirklich so einfach sein?
Ich trau mich fast gar nicht das zu glauben, zu tief verankert ist der Glaube, ich muss vorsorgen, denn es könnte irgendwann ganz dicke kommen. Ich muss vordenken, vorbereite sein, gewappnet. Für den Supergau.
Was mich trennt von dem erleben des gegenwärtigen Augenblicks sind meine Gedanken.
Und ich fürchte ich bin süchtig danach zu denken.
Was steuert mein "Denkenwolen", "Denkemüssen"?
Beim genauerem hinsehen kann ich erkennen, dass es Angst ist. Erfahrungen die abgespeichert wurden unter "Das hat weh getan! das muss zukünftig vermieden werden!"
Und dieser Prozess hat sich verselbstständigt. Er läuft einfach ab. Ich reagiere mechanisch auf Reize, die mit schlechten, schmerzhaften Gefühlen verbunden sind und die Spirale beginnt.
Dabei wäre es so einfach, anzuhalten. Es ist nur eine Frage... Ist das wahr? Das was du da jetzt glaubst, was du befürchtest, was dich treibt, kannst du absolut sicher wissen, dass das wahr ist?